Was war das denn für eine Woche? Erst gewinnt Trump die Wahl in den USA und dann wird Scholz doch endlich mal aktiv.
Die Kombination beider Ereignisse hat sicher viele etwas überfordert, aber mir persönlich hat die unerwartete Aktivität von Herrn Scholz tatsächlich geholfen den Fokus auf unsere Politik in Deutschland zu lenken.
Im Unterschied zur Wahl in den USA kann ich mich hier tatsächlich in unsere Politik einbringen. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten. Man kann eine Partei unterstützen, an Demos teilnehmen, lokal politisch aktiv werden, usw.
Aus meiner Sicht war der Rauswurf von Herrn Lindner längst überfällig, aber da man auch sonst recht wenig öffentlich von den Aktivitäten des Herrn Scholz mit bekommt, hatte ich nicht damit gerechnet.
Dass nach dem Koalitionsbruch nun die CDU vor allem nach Neuwahlen schreit ist klar. Persönlich hätte ich die Neuwahlen lieber erst im neuen Jahr, damit die Leute sich klar werden können, wen sie wählen.
Persönlich würde mir Herr Habeck als Kanzler sehr gut gefallen. Er hat bisher die scheinbare Inaktivität von Herrn Scholz gut ausgeglichen und sich dadurch zumindest bei mir bereits als Kanzlerkandidat qualifiziert.
Zumindest deutlich mehr als die Schreier aus der Union, allen voran Herr Merz.
In der Vergangenheit habe ich gelernt bei Wahlen nicht zuviel Hoffnung auf die Vernunft der Mitmenschen zu setzen. Wenn die Wahlen zu früh kommen, dann sehe ich eher die Gefahr, dass sich Menschen, die noch völlig begeistert vom Sieg von Herrn Trump in den USA sind, (ja, die soll es hier auch in Deutschland geben und sind wohl eher in ihrem Wahlverhalten konservativ bis/oder/und rechts einzuordnen) genau so wählen, also CDU, AFD, BSW.
Keine der Parteien möchte ich mit einer Mehrheit sehen. Wirklich nicht. Weder die rechten Putin-Freunde noch die Union, die sich in der Vergangenheit immer gerne beim Sprachgebrauch und beim Gedankengut aus der rechten Ecke so eifrig bedient hat.
Aber ja, ich weiß wie unwahrscheinlich eine Mehrheit für die SPD oder die Grünen ist. Der Wille zu Veränderungen für den Klimaschutz hört nun mal bei den meisten Menschen da auf wo es unbequem wird und an die eigene Lebensweise heran geht. Und die SPD hat sich in vielen Fällen und aber eben auch mit dieser verdammten scheinbaren Unsichtbarkeit des Kanzlers in verschiedenen Situationen keinen Gefallen getan.
Nun geht es also wieder los in dem man versuchen sollte verschiedenen, teilweise sehr störrischen, Personen klar zu machen, dass die AfD und die BSW eben keine Option ist und es auch keinen Grund gibt warum man genauso wählen müsste wie bei den letzten 20, 30 oder 50 Wahlen.
Ich hoffe sehr, dass das gelingt und dass wir bei der nächsten Wahl, wann immer sie dann auch tatsächlich stattfindet, ein Ergebnis hat, mit dem man leben kann. Es sollte also zumindest mal bitte nicht Rechts sein.
Das wäre schön.
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