Nachdem ich den ersten kurzen frostfreien Zeitraum im Januar verpasst habe, hat es doch eine Weile gedauert bis zur nächsten Gelegenheit. Aber nun war es soweit. Und damit wurden eine kleine Gartenschere und eine Astschere in die Hand genommen, Gartenhandschuhe dazu und ab ging’s. Ich habe mich einmal durch den Garten geschnippelt.
Das klingt nach viel und das war es auch.
Was geschnitten wurde:
- Obstbäume
- Herbsthimbeeren
- Beerensträucher
- Kräuter
- ein paar wenige Stauden (beispielsweise die Grönlandmargeriten)
Durch die Kräuterabschnitte duftet dann auch der nicht so kleine Haufen an Pflanzengestrüpp, der sich mit dem Schnippeln entwickelt. Wobei tatsächlich gar nicht alles auf dem Haufen landet. Vieles schneide ich nur ein bisschen kleiner und verteile es zwischen den Pflanzen. Da bedienen sich dann manchmal auch die Vögel daran und holen sich so vorgeschnittene Zweiglein für ihre Nester.
In der ein oder anderen Mittagspause wurde auch geschnippelt, damit es dann auf einmal eben nicht so viel ist. Irgendwas zwischen 5 und 7 qm schnippel ich in ca. 30-40 Minuten runter. Also zumindest wenn die passende Schere zur Hand und diese schön scharf ist. Das hat dann eventuell den Effekt, dass ich danach dann leicht zerkratzt und mit dem ein oder anderen Pflanzenteil im Haar Nachmittags wieder am Rechner sitze und mich langsam aber sicher niesend in ein Häufchen Elend verwandelt.
Eine kleine Überraschung aus dem letzten Jahr
Gestern habe ich dann tatsächlich noch etwas entdeckt, was mir letztes Jahr scheinbar durchgängig entgangen ist. Offensichtlich hat eine meiner drei Mispeln (Mespilus germanica) geblüht und mindestens eine Frucht ausgebildet.
Diese drei Mispeln habe ich als Zwergform an den Zaun gepflanzt und mich einfach darüber gefreut, dass sie wohl erfolgreich angewachsen sind und hübsche Blättchen hatte, die im Herbst dann schön farbenfroh waren. Aber ich habe weder die Blüten noch die Frucht bemerkt bis ich nun mal dahin gestiefelt bin.
In diesem Jahr werde ich die Heckenbepflanzung sicher etwas mehr beobachten. Bisher entwickelt sie sich sehr gut. Die Pimpernüsse fühlen sich sichtlich wohl und wachsen eifrig vor sich hin, die Kornelkirschen ist in diesem Jahr sehr eifrig am blühen und die Mispeln werden vielleicht wieder blühen?



Das erste Rhabarberjahr
Beim Schnippeln habe ich auch Ausschau nach neuen Trieben gehalten. Die Zitronenmelisse und auch die Grönlandmargeriten und Himbeeren sind schon wieder am Austreiben und auch die beiden Rhabarberpflanzen machen sich bereits bemerkbar.
Das ist nun nach der „Anwachszeit“ das erste Jahr, in dem ich den Rhabarber ernten darf. Und wie auch in den Jahren zuvor habe ich die Rhabarber-Spitzen oder Triebe, die nun schon zu sehen waren, wieder mit etwas Erde zugedeckt. Ich habe dazu einfach die restliche Erde aus den Gemüseanpflanzungen vom letzten Jahr in den Töpfen auf der Terrasse verwendet.
Ich weiß noch gar nicht, was ich dann mit dem Gemüse machen möchte. Einen Kuchen oder ein einfaches Kompott wird es sicherlich werden. Aber dazu müssen beiden Pflanzen nun ja auch erst einmal eifrig wachsen, damit ich mir den ein oder anderen Stengel davon abschneiden kann.

Planung
Trotzdem, dass ich das, was ich mir letztes Jahr gewünscht und gedacht habe nicht geschafft habe, steht wieder etwas anderes an für dieses Jahr. Damals war es die Bepflanzung einer Schotterfläche, die ich einfach nicht schaffte. Vielleicht war das etwas zu ambitioniert und ich zu sehr frustriert vom Berufsalltag, als dass dafür noch ausreichend Energie übrig gewesen wäre. Oder wie auch immer.
Also wird in diesem Jahr ganz vorsichtig geplant.. aber es wird geplant. Ich möchte gerne die Säulen-Holunder gegen Gemeine Schneebälle austauschen. Die Säulen-Holunder hatte ich zu einer Zeit gepflanzt, zu der ich noch gar nicht wusste wie ich den restlichen Zaun bepflanzen wollte. Später, mit der Fällung der Zypressenhecke hat sich dann die Zusammenstellung aus Pimpernüssen, Kornelkirsche und Mispel (Mespilus germanica) herauskristallisiert. Und zu der Konstellation passen gemeine Schneebälle doch deutlich besser als die Säulen-Holunder. Es ist nur die Frage ob ich die Holunder wieder aus der Erde bekomme. Aber ich vermute, dass das die Gartenhacke richten wird. Bekomme ich sie mit Wurzeln raus, bekommen sie einen anderen Platz.
Ich warte mit diesem Vorhaben aber noch etwas. Ende April oder im Mai erscheint mir aktuell eine ganz gute Zeit dafür zu sein.
Ansonsten steht noch das Paprika-Experiment an. Die Tomate im letzten Jahr hat mir zu viel Wasser benötigt. Vielleicht ist das bei Paprika genauso. Aber ich möchte es gerne mal versuchen. Die Kübel dazu werden übrigens am Rand der Kiesfläche stehen, die ich letztes Jahr bepflanzen wollte. Nun ist sie vielleicht doch nicht ganz so unpraktisch.
Es blüht
Ja, grundsätzlich blühen jetzt ja verschiedene Pflanzen da draußen und bei einem Großteil der Pollen, die aktuell bereits wieder unterwegs sind, geht mein Körper davon aus, dass sie tödlich wären.
Nichtsdestotrotz freut es mich, wie jedes Jahr, dass meine Pflänzchen nun auch nacheinander anfangen zu blühen. Den Anfang haben die Alpenveilchen und der Huflattich gemacht, gefolgt von den Krokussen, den Leberblümchen und der Kornelkirsche. Wobei sich nun auch schon die Weidenkätzchen angekündigt haben, die ja genauso Pollen ausbilden.
Die Kornelkirsche, die ich hier gepflanzt habe, ist eine veredelte Sorte. Wilde Kornelkirschenblüten habe ich hier in der Gegend schon früher entdeckt.
Die Alpenveilchen haben mich ein bisschen überrascht. Ich hatte weiße und pink blühende Pflanzen gesetzt, die sich nun auch schon eifrig verbreiten und vermehren. Ich konnte mich aber nicht daran erinnern rosa-blühende Alpenveilchen gesetzt zu haben. Habe ich auch wirklich nicht. Weder gekauft noch gepflanzt. Aber es scheint sich so zu entwickeln, dass die weiß-blühenden Pflanzen mit der Vermehrung zu ihrer Ursprungsfarbe zurück kehren und diese scheint doch eher rosa zu sein als weiß. (Nur gut, dass ich immer so viele Fotos vom Garten und den ganzen Pflanzen mache, so konnte ich das doch recht genau feststellen was ich da gepflanzt habe und wie das an der Stelle letztes Jahr aussah.)
Eine sehr interessante Entwicklung und auch dieses rosa finde ich sehr hübsch. Insofern darf das gerne genau so passieren. Hauptsache die Alpenveilchen vermehren sich eifrig und füllen vielleicht in ein paar Jahren die restlichen freien Stellen des kleinen Pflanzbereiches aus.











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