Eigentlich ist das Thema der Künstlichen Intelligenz und deren Verwendung bei Blogs für mich schon fertig besprochen. Es wurde schon so viel darüber geschrieben und diskutiert, dass ich mich zu dem Thema nicht weiter äußern wollte.. bis mir am Donnerstag letzter Woche die Kinnlade herunter gefallen ist.
Ich las darüber, dass es die Idee gibt sich deutlich mehr beim Bloggen von der KI helfen zu lassen, als ich das bisher so für mich entdeckt hatte. Ganz besonders erstaunt hat mich die Idee Kommentare von KI beantworten oder anderweitig verarbeiten zu lassen.
Insofern steige ich wohl nun doch nochmal in das Thema ein, nehme damit den Bloggerschnack vom Bloghexen Forum mit, und möchte dir erzählen wie meine Prinzipien und meine Grundsätze für den Umgang mit der KI generell und im Bezug auf den Blog lauten.
Inhalt
- Mein Umgang mit der KI für den Blog
- Meine Grundsätze oder Prinzipien im Umgang mit der KI
- Fazit
- Die weiteren Teilnehmer
Mein Umgang mit der KI für den Blog
Um dich einmal kurz abzuholen, fangen wir nun doch nochmal damit an, wie ich persönlich KI für den Blog nutze. In diesem Beitrag habe ich das bereits schon einmal beschrieben: Verwendung von künstlicher Intelligenz im Blog
Weiterhin verwende ich ganz gerne die künstliche Intelligenz für die lästige Aufgabe der Kalorienberechnung meiner Rezepte. Bevorzugt mache ich das dann, wenn alles schon aufgegessen ist, um nicht noch im Nachgang ein schlechtes Gewissen oder Gefühl zu bekommen. Denn obwohl ich auf Kalorien nicht achte und auch keine für mich berechne ist es auch in meinem Kopf festgesetzt, dass Kalorien „böse“ sind.. oder eben zuviele davon.
Bilder für meine Beiträge hatte ich kurzzeitig mal mit künstlicher Intelligenz erstellt. Das waren allerdings nur Platzhalter bis ich jemanden gefunden hatte, der mir nicht nur ein hübsches Icon für die Non-Food Beiträge erstellt, sondern auch ein tolles Logo. Ann-Marie Rechter hat hier tolle Arbeit geleistet, die ich dir an der Stelle gerne nochmal zeige.


Textzusammenfassungen von teilweise sehr langen Zeitungsartikeln lasse ich mir für die Wochenrückblicke auch hin und wieder erstellen. Meistens liegen die Artikel, die ich las und gut fand, hinter einer Paywall. Mit dem Mini-Ausschnitt gebe ich dir einfach einen kleinen Einblick was da nun stand und um was es ging.
Neu: Code-Erzeugung mit Claude.ai
Was dazu kam, vor allem in der letzten Zeit, ist ein bisschen Hilfe von Claude.ai. Ich habe mir bei der Fehlerbehebungen, verursacht durch fehlerhafte Plugins, helfen lassen. Das klappte sehr gut, so dass ich dann mich weiter wagte.
Ich hatte noch eine Baustellen hier auf dem Blog, die ich bisher nicht lösen konnte.
Wenn man mir einen Kommentar hinterlassen hat, gab es nach dem Absenden keinerlei Feedback. Ich war mir der Sache lange Zeit gar nicht bewusst und wirklich herausfinden seit wann das so war, konnte ich leider nicht.
Das war also der nächste Einsatz von Claude, der mir einen entsprechenden Code schreiben durfte um eben diese kleine Feedback-Meldung zu erzeugen. Ich hatte zwar davor schon versucht das mit Plugins zu lösen, aber wollte ja kein anderes Kommentarsystem, sondern nur eine Feedback-Meldung und das war zu wenig für die Plugins, die viel zu viel angepasst hätten, als ich das wollte. Der Code-Schnipsel von Claude reichte aus, funktioniert und damit war die Sache gut gelöst.
Als vorerst letztes nahm ich mir noch ein Plugin vor, das erfahrenere WordPress-User wohl nie gebraucht hätten. Es war das kleine Plugin für diesen kleinen Pfeil, der dich zum Seitenanfang leitet sobald du etwas weiter nach unten scrollst.
Auch dafür bekam Claude den Auftrag mir ein Code Schnipsel zu erzeugen, so dass ich diesen einfügen konnte.
Letzte Woche half mir nun Claude dabei meinen Blog darauf vorzubereiten, dass die longform Beiträge nicht nur über das ActivityPub in das Fediverse geschoben werden, sondern auch über die Bridge in das AT Protokoll und dessen Anwendungen kommen.
Grundsätzlich kann ich Programmieren, ich habe es gelernt, allerdings ist das schon eine ganze Weile her und mir fehlt schlicht die Übung. Ich kann mit SQL, Java, C++ und ein bisschen PHP und ABAP (SAP grüßt) umgehen. Wenn mir Claude also einen Code Schnippsel schreibt, dann kann ich den prüfen und auch darauf schauen ob da nicht etwas drin steht, was da nicht drin stehen sollte.
Bei dem letzten Punkt nun geht es um das AT Protokoll, Endpunkte, DIDs und weiß ich nicht was noch alles. Letztendlich habe ich diesen Versuch dann aber abgebrochen, einfach weil meine Wissensgrenze selbst mit Doku erreicht war. Ich bin also nicht dazu in der Lage zu Prüfen ob die KI nun das macht was ich ihm sage oder etwas anderes. Und an dem Punkt muss ich aussteigen.
Meine Grundsätze oder Prinzipien im Umgang mit der KI
- KI kann als Unterstützung dienen beim Erstellen von Blogbeiträgen
- Die Verantwortung für den Inhalt liegt weiterhin beim Blogger
- Inhalte, die durch die KI erzeugt wurden, müssen vor Veröffentlichung immer geprüft werden
- ein kleiner Hinweis, dass Textpassagen, Bilder, etc. von KI generiert sind schafft Offenheit und Transparenz gegenüber den Besuchern
- kreative Arbeit sollte man keiner KI überlassen
- Persönliche Daten aus dem Backend dürfen nicht unnötig für die KI freigegeben werden
- Darunter fallen beispielsweise Userdaten, Daten der Personen, die im Blog einen Kommentar hinterlassen haben, Newsletterverzeichnisse, etc.
- KI sollte möglichst nur Zugriff auf die tatsächlich benötigten Inhalte erhalten
- Auf gar keinen Fall erhält eine KI von mir Adminrechte auf das Backend oder den Fileserver des Blogs
- Datenschutz und Urheberrecht haben auch beim Einssatz von KI höchste Priorität
Im Detail
- KI kann als Unterstützung dienen beim Erstellen von Blogbeiträgen
- Die Verantwortung für den Inhalt liegt weiterhin beim Blogger
Nein, künstliche Intelligenz ist keine Magie. Und schon gar nicht ist es vorurteilsfrei.
Die KI basiert auf Daten von Menschen. Menschen transportiere in diesen Inhalten, die die KI eingelesen hat, ihre Vorurteile gegenüber andere Menschen, welcher Gruppierung auch immer. Das schlägt sich auch in den Texten der KI nieder.
Was es aber gut kann ist Formulierungen erzeugen oder „glätten“. Wenn also der eigene Filter nicht ausreicht um etwas diplomatisch, freundlich, geschäftsmäßig oder wie auch immer auszudrücken, dann ist das durchaus eine Unterstützung.
- Inhalte, die durch die KI erzeugt wurden, müssen vor Veröffentlichung immer geprüft werden
- ein kleiner Hinweis, dass Textpassagen, Bilder, etc. von KI generiert sind schafft Transparenz gegenüber den Besuchern
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass die KI mich anlügt oder mir Märchen erzählt. Das ist vielleicht etwas arg kritisch, aber es hilft ungemein um KI Slop zu vermeiden. Und immerhin geht es hier um mein größtes Hobby, um meinen Blog. Wenn hier Slop zu finden ist, dann will ich den schon höchst persönlich verbrochen haben.
Zusätzlich dazu schreibe ich es gerne hin, wenn etwas von der KI maßgeblich beeinflusst oder erzeugt wurde. Dafür gibt es keine Pflicht, aber persönlich mag ich das gerne, wenn jemand offen damit umgeht und kennzeichnet.
- kreative Arbeit sollte man keiner KI überlassen
Ja, ich habe mir auch Bildchen von der KI erstellen lassen und damit mal herum gespielt. Aber ich bin dennoch der Meinung, damit werden mir sicher sehr viele Künstler, Autoren und Co. zustimmen, dass ein Werk von einem Menschen ist all seinen Feinheiten ist wesentlich wertvoller ist als ein KI Bild, Musik von KI oder was auch immer.
Zumal die Bildchen von KI doch mehr oder weniger immer gleich aussehen. Immer gleich perfekt oder mit in einer ganz spezifischen Art, die mir wirklich schwerfällt zu beschreiben. Normalerweise wollen wir aber nichts Gleichartiges. Wir als Menschen wollen ja mit dem was wir haben, tun und machen herausstechen aus der Masse. Das gelingt uns mit KI-Bildchen garantiert nicht.
- Persönliche Daten aus dem Backend dürfen nicht unnötig für die KI freigegeben werden
- Darunter fallen beispielsweise Userdaten, Daten der Personen, die im Blog einen Kommentar hinterlassen haben, Newsletterverzeichnisse, etc.
Das ist nun der Punkt, an den ich bisher noch nicht gedacht hatte. Ich verwende KI nur parallel zum Blog. Die künstliche Intelligenz erhält von mir keinerlei Zugriff auf mein Backend vom WordPress. Aber die Möglichkeit gibt es natürlich. Und hier sollte man sehr aufpassen auf was die KI Zugriff erhält. So ein Blog beinhaltet auch sensible Daten. Beispielsweise die Daten der Kommentatoren oder der User, die auf den Blog Zugriff haben. Und das sind jetzt nur die Stellen, die mir beim Anblick meines Blogs hier so auffallen.
- KI sollte möglichst nur Zugriff auf die tatsächlich benötigten Inhalte erhalten
- Auf gar keinen Fall erhält eine KI von mir Adminrechte auf das Backend oder den Fileserver des Blogs
Persönlich bleibe ich dabei, dass ich die künstliche Intelligenz zwar gerne nutze, aber sie auch gerne in Schranken weise. Sie bekommt von mir jeweils das Stückchen Information, das sie gerade braucht. Mehr nicht und auch gar keinen Fall eine Art Zugriff.
- Datenschutz und Urheberrecht haben auch beim Einssatz von KI höchste Priorität
All die schöne künstliche Intelligenz bewahrt uns Blogger nicht davor, dass wir weiterhin, auch bei den Werken der KI ganz besonders auf Datenschutz und das Urheberrecht achten müssen.
Wie auch schon im ersten Punkt erwähnt haftet am Ende doch derjenige, der es veröffentlicht oder unter dessen Namen es steht und das ist keine KI sondern ein Mensch.
Fazit
Das sind im Großen und Ganzen meine Grundsätze für den Umgang mit der künstlichen Intelligenz im Hinblick auf den Blog. Das passt sicher nicht für jeden und mancher wird die Grenze sicher anders ziehen. Und solange damit die Rechte Dritter nicht verletzt werden, ist das auch vollkommen in Ordnung.
Letztendlich ist da jeder für sich selbst verantwortlich. Aber vielleicht lohnt sich gerade bei dem Thema auch der Blickwechsel, wie der Einsatz der KI auf den Besucher wirkt.
Die weiteren Teilnehmer
Beim Bloggerschnack leben die Themen auch davon, dass verschiedene Blogger ihre Sichtweisen dazu teilen. Daher lade ich dich gerne dazu ein dir auch die folgenden Beiträge durchzulesen:
- lilienmeer – KI und das Bloggen: Wie ich künstliche Intelligenz für meinen Blog nutze
- amberlight – Bloggerschnack März 2026: KI und das Bloggen, Blogcast amberlight-label mit Text to speech Sprachsynthese Staffel 2 ElevenLabs KI Stimmgenerierung
- Heldenhaushalt – Bloggerschnack im März 2026 – KI und das Bloggen
- Wolfgangs Welt – Bloggerschnack März 2026: KI und das Bloggen
- anjaliebt – Bloggerschnack März 2026: KI und das Bloggen
- Jansens Pott – Bloggerschnack: KI und das Bloggen
- Weltenwanderer – KI und das Bloggen #bloggerschnack im März
- Lorenzos Welt – Bloggerschnack März 2026: KI und das Bloggen – Wie ich KI nutze (und warum bewusst)
- Stefan Pfeiffer – KI assistiert, ich entscheide – so funktioniert das bei mir
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