Welche Brandmauer?

Wenn eine Frau Weidel von der AfD gestern für einen „großartigen Tag für die Demokratie“ hält, dann ist nach dem C der CDU (Christlich Demokratische Union) nun auch noch das D weg gefallen. So wie es für ein „christlich“ nun mal nicht ausreicht irgendwo ein Kruzifix hängen zu haben, so ist es nun mal nicht demokratisch mit einer rechtspolulistischen, rechtsextremen Partei zusammen zu arbeiten. Vollkommen egal zu welchem Zweck mit welchem Ziel, es darf keine Zusammenarbeit mit der AfD geben.. auch nicht „nur“ für eine Abstimmung.

Wenn wir jetzt mal die letzten Jahre so betrachten, dann war die CDU und auch die CSU, seit dem die Ampel-Koalition zusammen gefunden hat, nicht mehr in der politischen Mitte zu finden. Mit ihren Themen, ihrer Ausdrucksweise und nun auch zuletzt im Wahlkampf kuschelt mir die Union viel zu sehr mit dem rechten Rand. Gestern hat sie diesen Rand für ganz Deutschland sichtbar überschritten.
Dass die CDU unter Führung des Machtmenschen Merz Stimmen genau von der rechten Seite sammelt und die FDP da natürlich auch mit mischt, war nur eine Frage der Zeit.
Dabei gingen sie bisher immer so gerne mit dem Begriff „Brandmauer“ hausieren.
Die liegt doch schon länger in Form von angekokelten Bruchstücken irgendwo im Keller der Parteizentrale, wenn es sie jemals gegeben hat.
Das war ein toller Begriff, damit konnte man Wähler beruhigen, die eben nicht Rechts wählen wollten. Aber mehr war das nicht.

Achja und die FDP.. war das nicht die Partei, die mit einem ausgearbeiteten Plan die Regierung an die Wand gefahren hat und damit nicht nur die eigenen Koalitionspartner sondern auch die Wähler betrogen hat? Nicht dass das schon wieder in Vergessenheit gerät.

Nun gut. Wenn wir, die sich eher politisch mittig oder links einordnen, „Pech“ haben, dann werden wir tatsächlich mit einer großen Koalition von CDU und AfD am 23.02. beglückt werden. Und dann haben wir nicht mehr das Jahr 2025 sondern 1933.

Deine Stimme bei der Bundestagswahl ist wertvoll. Wirf sie nicht weg und geb sie bitte nicht nach Rechts.
Ich verzichte hier darauf eine explizite Wahlempfehlung auszusprechen. Ich halte meine Besucher und Leser ganz grundsätzlich für kluge und besonnene Personen. Ich vertrau dir. Ich möchte gerne im Jahr 2025 bleiben. Du vielleicht auch.

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