Inhalt
Den Salat als Beilage, den es zu meinem Burns Supper oder Burns Dinner gab bzw. gibt, habe ich dir gestern schon gezeigt. Nun kommen wir zu den Hauptkomponenten.
Die restliche Steckrübe wurde zusammen mit den Kartoffeln zu einem feinen Stampf. Naja und der Haggis, der kam fertig aus dem Glas und wurde einfach erwärmt. Sehr praktisch. Für kleine einzelne Haggis-Portionen bietet sich auch die Mikrowelle an, weswegen ich dir dafür die Angaben, die sich bei mir bewährt haben, mit dazu geschrieben habe.
Bei dem Steckrüben-Kartoffelstampf sollte man darauf achten, dass das Gemüse, also Steckrübe und Kartoffeln, gleichzeitig gar werden. Die Steckrübe hat tatsächlich eine längere Garzeit als Kartoffeln und sollte daher in deutlich kleinere Würfel geschnitten werden. Im Gegensatz zum rohen Zustand, werden die Würfel der Steckrübe nach dem Kochen kräftig gelb-orange. Mit einem üblichen Kartoffelstampfer lassen sie sich gut zerdrücken.

Steckrüben-Kartoffelstampf mit Haggis (4 Portionen)
Gesamt ca. 2909kcal, pro Portion ca. 727kcal
Zutaten
500g Steckrübe
500g Kartoffeln
ca. 40g Margarine oder Butter
1-2 TL Thymian
100-200ml Milch oder Sahne
4 Portionen Haggis
Zubereitung
Die Steckrübe und die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Die Steckrübe dabei in deutlich kleinere Würfel schneiden als die Kartoffeln. Das Gemüse in ausreichend Wasser mit etwas Salz ca. 20 Minuten garen.
Das Kochwasser bis auf einen kleinen Rest abgießen. Die Margarine oder Butter zum Gemüse geben und auch den Thymian. Nach und nach beim Zerstampfen Milch oder Sahne hinzufügen und alles miteinander vermengen. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Haggis Portionen im Wasserbad, im Backofen oder mit ein wenig Wasser in der Mikrowelle erwärmen. (Für 190g reichen in der Mikrowelle bei 600W ca. 40-50 Sekunden.)
Je Portion nun etwas von dem Steckrüben-Kartoffelstampf und eine Portion Haggis auf den Teller geben.
Haggis
Im Original besteht Haggis aus Herz, Leber und Lunge vom Schaf oder anderen Tieren, vermischt mit Gewürzen und weiteren Zutaten, was dann zusammen in einen Schafsmagen gefüllt und gekocht wird.
Das Gericht wurde 1615 in „The English Huswife“ erklärt, was auch darauf schließen lässt, dass Haggis nicht nur in Schottland sondern eben auch in England gerne gegessen wurde. Der Begriff „Haggis“ geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Aber auch zuvor schon gab es Haggis in verschiedenen Variationen und ähnlicher Zusammensetzungen.
Address to a Haggis / Ode an den Haggis
1786 schrieb Robert Burns ein Gedicht über den Haggis „Address to a Haggis“ das bei dem Burns Supper vorgetragen wird, während der Haggis präsentiert und angeschnitten wird.
| Original | Englisch | Deutsch Übersetzung KI generiert |
| Fair fa‘ your honest, sonsie face, Great chieftain o‘ the pudding race! Aboon them a‘ yet tak your place, Painch, tripe, or thairm: Weel are ye wordy o‘ a grace As lang’s my arm. The groaning trencher there ye fill, Your hurdies like a distant hill, Your pin was help to mend a mill In time o‘ need, While thro‘ your pores the dews distil Like amber bead. His knife see rustic Labour dight, An‘ cut you up wi‘ ready sleight, Trenching your gushing entrails bright, Like ony ditch; And then, O what a glorious sight, Warm-reekin‘, rich! Then, horn for horn, they stretch an‘ strive: Deil tak the hindmost! on they drive, Till a‘ their weel-swall’d kytes belyve Are bent like drums; Then auld Guidman, maist like to rive, „Bethankit!“ hums. Is there that owre his French ragout Or olio that wad staw a sow, Or fricassee wad make her spew Wi‘ perfect sconner, Looks down wi‘ sneering, scornfu‘ view On sic a dinner? Poor devil! see him owre his trash, As feckles as wither’d rash, His spindle shank, a guid whip-lash, His nieve a nit; Thro‘ blody flood or field to dash, O how unfit! But mark the Rustic, haggis-fed, The trembling earth resounds his tread. Clap in his walie nieve a blade, He’ll mak it whissle; An‘ legs an‘ arms, an‘ hands will sned, Like taps o‘ thrissle. Ye Pow’rs, wha mak mankind your care, And dish them out their bill o‘ fare, Auld Scotland wants nae skinking ware That jaups in luggies; But, if ye wish her gratefu‘ prayer, Gie her a haggis! | Good luck to you and your honest, plump face, Great chieftain of the pudding race! Above them all you take your place, Stomach, tripe, or bowels: Well are you worthy of a grace As long as my arm. The groaning trencher there you fill, Your buttocks like a distant hill, Your pin would help to mend a mill In time of need, While through your pores the dews distill Like amber bead. His knife see rustic Labour wipe, And cut you up with ready sleight, Trenching your gushing entrails bright, Like any ditch; And then, O what a glorious sight, Warm steaming, rich! Then spoon for spoon, they stretch and strive: Devil take the hindmost, on they drive, Till all their well-swollen bellies by-and-by Are bent like drums; Then old Master, most like to burst, „Thanks be!“ hums. Is there that over his French ragout, Or olio that would sicken a sow, Or fricassee would make her spew With perfect disgust, Looks down with sneering, scornful view On such a dinner? Poor devil! see him over his trash, As feeble as a withered rush, His thin legs a good whip-lash, His fist a nut; Through bloody flood or field to dash, O how unfit! But mark the Rustic, haggis-fed, The trembling earth resounds his tread, Clap in his ample fist a blade, He’ll make it whistle; And legs, and arms, and heads will cut off, Like heads of thistles. You powers, who make mankind your care, And dish them out their bill of fare, Old Scotland wants no watery stuff That slops in bowls; But if you wish her grateful prayer, Give her a haggis! | Dein feines, ehrliches Antlitz beglückt, du Häuptling der Würste, der niemanden drückt! Hoch über alle bist du gerückt, ob Pansen, ob Darm; Du bist des Lobes wahrlich geschmückt, so lang wie mein Arm. Die ächzende Schüssel füllst du vollauf, dein Hinterteil ragt wie ein Bergrücken herauf. Dein Holzspieß hülfe, wenn’s hart geht im Lauf, als Mühlrad im Not; Und aus deinen Poren tritt Tau heraus, bernsteinfarben, rot. Sieh, wie der Bauer sein Messer nun wischt, er schneidet dich auf, sobald aufgetischt; Und gräbt in dein saftiges Innerstes frisch, wie Pflüger im Teich; O dann, welch ein herrlicher, seliger Tisch: Warm-dampfend und reich! Dann Löffel für Löffel stürzen sie ran: Der Teufel hol’ den, der nicht essen kann! Bis alle Bäuche, bei Frau wie Mann, wie Trommeln gespannt; Der Hausvater, kurz vorm Platzen dann, brummt: „Gott sei Dank.“ Gibt’s einen, der feines Ragout noch begehrt, Eintopf, den selbst keine Sau je verzehrt, Oder Frikassee, das zum Kotzen verkehrt vor Ekel und Qual, Der schnippisch herabblickt, verächtlich belehrt, auf solch ein Mahl? Der Arme! Seht ihn bei seinem Dreck, So kraftlos wie Binsen, verdorrt und im Steck; Die Schenkel wie Schnüre, die Faust wie ein Kern, welch Zweck? Für Kampf und Genuss? Durch Blut und durch Felder, wie fern, wie fern ist der dazu tauglich, der Muss! Doch seht den Landsmann, vom Haggis genährt: Die Erde erbebt, wenn sein Schritt sich erklärt. Drückt ihm in die breite Faust eine Klinge, ein Schwert, er lässt es tanzen; Mit Armen und Beinen verfährt er beherzt wie mit Disteln und Pflanzen. Ihr Mächte, die ihr im Himmel regiert und Menschen ihr Mahl wohlportioniert: Ein Schotte begehrt keinen wässrigen Schmier, der nur in Schüsseln schwappt und nichts ist. Wollt ihr, dass er euch dankbar verehrt, Dann gebt ihm: einen Haggis! |
Quellen und weiterführende Links:
Britannica – haggis
Wikipedia – Adress to a Haggis
The Clansmen – Burns Supper Procedure
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