Die Suche nach einem Katerkumpel

Irgendwann im Januar habe ich angefangen mich auf die Suche nach einem potentiellen Katerkumpel zu begeben.
Pino hatte uns im Herbst verlassen und ich dachte, dass es nun an der Zeit wäre mal die Fühler auszustrecken.

Athos und Neo verstehen sich weiterhin sehr gut. Es fliegen gelegentlich mal die Fetzen, aber grundsätzlich halten sie zusammen und passen aufeinander auf.
Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass ein dritter Kumpel ihnen gut tun würde.

Ich suchte also nach einem hochsozialem Kater im Alter zwischen 5 und 8 Jahren, der kastriert, geimpft, entwurmt und in der Gewichtsklasse zwischen 4 und 6kg anzusiedeln ist.
Hochsozial bedeutet in dem Fall nicht dominant. Eher zurückhaltend als draufgängerisch.

Ähm.. ja, mir war schon bewusst, dass diese Suche schwierig wird, aber dass sich gar kein Kandidat finden lässt war ernüchternd.
In den letzten 1-1,5 Monaten hatte ich dann den Gedanken ob es nicht ein jüngerer Kater sein dürfte.
Katerchen bis 1 Jahr sind in der Regel noch sozial und können das auch wieder erlernen, sofern sie einzeln gehalten wurden.
Aber hier stoße ich regelmäßig darauf, dass die Katerchen entweder nicht kastriert oder nicht geimpft sind. Beides ist eine Grundvoraussetzung über die ich nicht diskutiere.
Allerdings musste ich mich auch damit auseinander setzen, dass es dann vielleicht eher zwei junge Kater werden sollten anstatt nur einem.

Nun ist es so, dass ich mich sehr viel mit meinen Katerchen beschäftige. Das geht vom gemeinsamen Vögelgucken bis hin zu Schmuse- und Kuschelzeiten. Es wird gespielt, es wird gepflegt, Öhrchen, Näschen, Schwänzchen und Pfötchen durchzählen ist auch ganz wichtig usw.
Den Katern gefällt das sehr und mir auch. Und es bleibt genügend Zeit für jeden wenn es drei Kater sind und erst recht wenn es zwei sind.
Ich bin mir unsicher ob ich noch jedem Katz gerecht werden kann, wenn hier keine zwei oder drei Katerchen herum strolchen sondern vier.

Und damit endet die Suche wohl erst einmal.
Grundsätzlich bleiben wir offen für die Option, dass ein dritter Kumpel dazu kommt, wenn alles passt. Aber für den Moment bleiben wir wohl erst einmal zu dritt.*

Athos und Neo am Spielen mit einer Spielangel

Was ich bei der Suche aber festgestellt habe ist, dass hier im Raum Ulm/Neu-Ulm und Umgebung Katzen von Tierheimen bevorzugt in Freigang vermittelt werden.
Wohnungskatzen gibt es extrem selten, wobei ich mich dann frage wo denn all die nicht mehr gewollten Wohnungskatzen bleiben, da sie wohl henauso ihr Zuhause verlieren wie Freigängerkatzen.
Selbst sehr junge Katzen, die noch im Kittenalter sind werden bevorzugt oder ausschließlich mit Freigang vermittelt.

Freigang ist etwas, was ich nicht bieten möchte. Wir brauchen sämtliche Vögel da draußen um unsere Natur zu erhalten. Und ja, so eine Katze hat einen ordentlichen Impact auf die Vogelwelt da draußen.
Und zumindest Athos und Neo genießen den Garten auch mit Katzennetz drum herum sehr gerne.

*) Das hatte ich damals übrigens auch gedacht als ich für Pino und Athos einen dritten Kumpel gesucht hatte um dann ca. 2 Monate nach vorläufigen Ende der Suche Neo zu finden.

4 Kommentare

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Ich habe es mittlerweile wirklich aufgegeben. Interessehalber schau ich zwar noch die ein oder anderen Anzeigen an. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass es unbedingt sein muss. Daher sind wir nun erst einmal glücklich zu Dritt. (Auch wenn mir mein Schoßkater schon sehr fehlt. Athos und Neo sind beide leider keine Schoßsitzer, aber dafür Schulterhänger und Bettkuschler.)

Du sprichst ein Thema an, das mich vor drei Jahren zur Verzweifelung gebracht hat. Nach Matze und Rudi suchte ich in den Tierheimen im Umkreis einen Kater. Voraussetzungen: Alter ca. 3 Jahre, Einzelkatze und mit gesichertem Freigang zufrieden. Qintessenz: Es gibt zwei Tierheimphilosophien. Entweder wird nicht in Einzelhaltung vermittelt und/oder nur Freigänger. Da wissen die TH anscheinend schon wie 12 Wochen alten Kitten mal ticken werden! Ein Tierheim verlangte! den Einbau einer Klappe. Wer kein Eigenheim hat, ist also raus. In ganz NRW fand ich keinen passenden Kater. Pepe ist aus einem kleinen spanische Shelter und passte mit seinem Profil genau. Wir hatten beide Glück!
Ich drück dir die Daumen!
Pepe und die FF

Es ist wirklich enorm schwierig. Bei privaten Vermittlungen scheitert es meistens an der Impfunwilligkeit, wobei mir aber die Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und -seuche schon sehr wichtig ist. Beim Tierschutz gerät man leicht an sehr komplizierte Persönlichkeiten, die einem Interessenten nicht mal ein Mindestmaß an Respekt entgegen bringen.

Da war der Versuch beim Tierheim wirklich noch das harmloseste, was ich hier in der Zeit der Suche, erlebt habe. Nur kam das halt genauso wenig zustande, weil ich mich wunderte, warum nicht mal ein Bluttest bei einem halb kranken Kitten gemacht wurde. Weder beim Kitten selbst noch bei der Mutterkatze. Und, oh Wunder, wenig später wiesen die weiteren Kitten der Mutterkatze ähnliche Beschwerden auf wie den kleinen Kater, den ich mir angeschaut hatte.

Naja, wir sind immer noch zu Dritt. Es kam noch kein Katz dazu und ich glaube, dass das wirklich so bleiben wird.

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