Blognacht Juli 2026: „Vorbilder“

Nein, so wirkliche prominente Vorbilder hatte ich nie. Es wechselte immer mal wieder, mal war es die große Schwester, mal die Cousine, vielleicht auch mal die Tante. Alles also eher im persönlichen Umfeld und nicht bei den großen aktuellen oder historischen Persönlichkeiten, obwohl ich Emilia Earhart schon immer richtig cool fand.

Ende 2018 und Anfang 2019 erkannte ich aber, dass nicht nur Menschen Vorbilder haben können. Nein, das gilt wohl auch im Tierreich. Dann wohl eher in dem Sinne, dass ein junges Tier von einem älteren Tier lernt, sich Verhaltensweisen abschaut, usw.

Damals zwischen Weihnachten und Silvester kam Neo zu uns. „Uns“ hieß damals meine Kater Athos und Pino und ich. Ein kleiner Notfallkatz zwischen den Jahren, ein missglücktes Weihnachtsgeschenk.
Ich nahm ihn damals auf und hoffte darauf, dass die beiden Kumpels ihn annahmen. Machen wir es kurz, meine Befürchtung, dass das nicht klappen würde, waren nicht notwendig. Der kleine Fluffi wurde auf der Stelle adoptiert. Und somit hatte ich es seit damals dann mit einem dreiköpfigen Katzenwesen zu tun, das neugierig alles mit machte, so wie es heute ja auch noch Athos und Neo tun.

Aber damals hatte ich auch beobachtet und gesehen, wie sehr sich der kleine Neo an den beiden „großen“ Katern orientierte. Die Kater-Kumpels wurden zu seinen Vorbildern.
Athos lehrte ihn wie ein Katz sich zu putzen hat, Pino brachte ihm bei, wie man ein „Fressräupchen“ ist, dass das Bett das beste Katzenbett überhaupt ist, hat er wieder von Athos gelernt und zusammen brachten sie ihm allen möglichen Unfug bei. So wie es sich eben für Kater Kumpels gehört.

Ein Wandbild einer Fotoleinwand, das Athos, Pino und Neo zusammen in einem Katzenbett auf einem Kratzbaum zeigt. Das Bild wurde am 27.01.2019 gemacht.

Links: Athos, Mitte: Pino, Rechts: Neo

Ich sah Neo, Athos und Pino beim Zusammenwachsen zu.. und auch beim Erwachsenwerden.. und generell beim Wachsen. Denn Neo wollte ein großer und starker Kater werden und arbeitete fleißig daran. Ende Januar 2019, also nur wenige Wochen nach Neos Ankunft, entstand dieses Foto, was ich nur noch als Wandbild und Postkarte habe. Ja, sie haben sich sehr eng zusammen geschweißt und sind durch dick und dünn gegangen und haben mit mir schon einiges erlebt, und ich mit ihnen.

Athos behauptet zwar auch heute noch, dass Neo das mit dem Putzen falsch macht. Aber ich hoffe darauf, dass die zwei noch viele gemeinsame Jahr haben, so dass Neo das vielleicht doch noch in der Perfektion erlernt, die Athos scheinbar erwartet.

Aber vielleicht hat hier nicht nur Neo große Vorbilder in den Katerkumpels Athos und Pino gefunden, sondern eben auch ich in meinen Katern. Wenn hier jemand entspannt durchs Leben geht, dann sind es wohl Katzen, oder allgemein unsere Haustiere. Manchmal versuche ich mir davon etwas abzuschauen und so fungieren also auch für mich manchmal die Kater als sanftpfötige Vorbilder.

Dieser Artikel ist im Rahmen des Projekts Blognacht von Anna Koschinski entstanden. Wie du selbst teilnehmen kannst und wann die nächste Blognacht ansteht, kannst du hier nachlesen: https://www.blognacht.de/

Comments

Fediverse-Reaktionen

5 Kommentare zu „Blognacht Juli 2026: „Vorbilder““

  1. Hallo Martha!
    Herrlich, sich bei zoom einzuklinken und als erstes zu sehen, wie eine deiner Kater über die Tastatur spaziert! Ich mag deinen Beitrag und das Poster ist absolut klasse!

    Liebe Grüße aus dem Mausloch
    Sabine

  2. Hallo, Martha,
    ein schöner Artikel. Ich kann das nachvollziehen, denn ich hatte auch nie so „große“ Vorbilder. Und musste erst nachdenken.
    Und ja, ich kenne auch die Vorbild Funktion von Tieren – nach 2 Hunden und einer Katze.
    Das ist so schön und respektvol geschrieben. Herzlichen Dank. Hat mich nochmal an meine Tiere und deren Zeit bei mir sehr positiv erinnert.
    Viele Grüße Martina

    1. Lieben Dank.
      Für mich war diese Abbiegung am naheliegensten, einfach weil nicht viel zu meinen persönlichen Vorbildern schreiben kann.
      Ich war nie eine, die sich an Prominenten orientiert hat. Da hatte ich auch gerne mal die ketzerische Frage gestellt, warum denen denn alle hinterherlaufen.
      Aber so findet eben jeder woanders seine Vorbilder.

  3. Hach, da möchte man direkt mitkuscheln. Ich seh die drei Kumpels direkt vor mir, wie sie so einigen Unsinn anstellen. Und was für ein tolles Foto!
    Danke dir für diesen unerwarteten Beitrag!

    1. Sehr gerne.
      Sie haben übrigens oftmals mit dem Unsinn gewonnen. Bei drei Katzen hat einfach ein zusätzlicher Arm gefehlt. 😅

Schreibe einen Kommentar

Alle Angaben sind freiwillig, es wäre aber schön, wenn du mir einen Namen hinterlässt. Wenn du deine E-Mail-Adresse angibst wird diese nicht veröffentlicht.

Dein Kommentar wurde gespeichert und wird nach der Prüfung freigeschaltet. Danke!